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Hilfsorganisationen stoppen nach Angriffen Einsatz in West-Nepal

Kathmandu
Nach ?bergriffen maoistischer Rebellen im Westen Nepals haben vier ausl?ndische Hilfsorganisationen ihre Arbeit in der Region vorerst eingestellt.

Einige ihrer Mitarbeiter seien in dem Dorf Sukatiya angegriffen worden, teilten die Deutsche Gesellschaft f?r Technische Zusammenarbeit (GTZ), das Weltern?hrungsprogramm der Vereinten Nationen (UN), das britische Ministerium f?r Internationale Entwicklung und die niederl?ndische Hilfsorganisation SNV mit. Rebellen h?tten eine Frau dazu gezwungen, ihr eigenes Grab zu schaufeln. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt. Es sei klar, dass dieser Vorfall dramatisch den Richtlinien f?r die Hilfseins?tze zuwiderlaufe. "Wir bedauern es zutiefst, aber wir k?nnen unsere Mitarbeiter nicht weiteren Gefahren aussetzen."

Sukatiya liegt rund 600 Kilometer westlich der Hauptstadt Kathmandu und gilt als eine Hochburg der maoistischen Rebellen. Diese k?mpfen seit fast zehn Jahren f?r eine kommunistische Republik in dem zwischen Indien und China gelegenen K?nigreich, das zu den ?rmsten L?ndern der Welt geh?rt. Seit Beginn des Aufstands kamen bei Auseinandersetzungen mehr als 11.000 Menschen ums Leben.

In den vergangenen drei Tagen verschleppten die Rebellen nach Angaben der Armee mindestens 450 Schulkinder. Die Aufst?ndischen haben bereits wiederholt in entlegenen Gegenden Schulkinder entf?hrt, um sie politisch zu beeinflussen und mit ihnen die Teilnehmerzahl pro-maoistischer Demonstrationen in die H?he zu treiben. Die Kinder kamen bisher zumeist nach einigen Tagen unverletzt wieder frei.

Am Sonntag l?ste die Polizei zudem in Kathmandu eine Protestkundgebung von rund 200 Studenten auf, die trotz eines Demonstrationsverbots f?r eine Demokratisierung des Landes und gegen K?nig Gyanendra auf die Stra?e gegangen waren. Dutzende Demonstranten wurden festgenommen.


15.5.05 15:18
 


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